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Gedicht zur Nikolausfeier 2002

Ja liebe Leit, es ist soweit
Jetzt kommt wieder die „staade Zeit“

Wos solln wir bloß ohne unsren Fussball macha,
sonst gabert’s am Sonntag nix mehr z’lacha.
Jetzt komma dahoim bleim und unsre Frauen tratzen,
und vor lauter Langeweile in Putz vo da Wend wegkratzen!

Owa irgendwie ist es auch gar ned so schlecht,
weil wenn ma des Jahr mal so Revue passieren lässt,
von Spiel zu Spiel, von Fest zu Fest,
da machts nix, wenn ma’s mal ruhiger angehn lässt.

Vor allem fürn Radi, der des ganze Jahr den Haufen bändigt,
ist diese Ruhe bestimmt sehr notwendig.
Hats doch heuer für’n Aufstieg ums Orschlegga ned greicht,
mir machens dir aber scho wirklich net leicht.
Radi denk an dein Spruch dennst oft beim 10 Minutensprint zu uns sagst:
„Leude klei ist vorbei und immer lächeln dabei!“

Am Sonntag ist unsre Moral je ned immer die Beste, aber mei:
„In Pollenfeld gibt’s halt die besten Feste.“

Aber grad deswegn happerts ja bei uns mitm Laufen,
du sagst zwar:“Richard am Samstag bitte nur oan Eimer saufen
des glaub i konnst no hundert moi song, weil du woischt gor net, wos
in Seuversholz für morts drum Küwe hom!

Schon oft hab ich mich auch gfragt, was es mit der Begrüssung am Sonntag
uf sich hat?

Du reichst jedem Spieler einzeln die Hand, ich glaub ich weiss,
„Du überprüfst den Alkoholgestank!“

Ja, ja der Alkohol, manchmal kann mas gar net fassen,
wia ma spün ist wurscht, hauptsach a Fass oder Massn!

He Hias du brachst gar ned lacha,
moinst das mir vo da Reserv anders macha?

Trotzdem hoit die Reserv fast immer an Sieg,
is zwar net immer ganz so verdient,
auf alle Fälle wolln wir immer alle gwinna,
und wir ham scho oft bewwiesen, das ma auch im Rausch
guat Fussball spieln kinna!

Aber man merkt, wenn mal ned so guad laft,
das sich auch da Hias mal a Hoiwe zviel kaft,
Die Heimfahrt von Ostheim, i wois no wia heit,
Hias da warst fei scho ordentlich breit.

„Und wenn ich geh, dann geht nur ein Teil von mir“
mir hom in dem Bus vor lacha fast gschria.

Aber wissen ja das ohne Hias net geit,
drum homma uns a alle wahnsinnig gfreit,
das uns da Hias auch des Jahr wieder betreut.

Wo ma grod bei die Vorbilder san,
schön langsam fang ich’s zweifeln an
wia i vor am Jahr in die Reserv nei kumm,
guad, da war i no jung und dumm,
hob i mir dacht, „da Nubbl und da Hirschi,
des san hoid richtige Männer!“
I hob jetzt gmerkt, „I bin a schlechter Menschenkenner“
Weil vor a paar Wochen, hab I dacht I spinn,
steht da Nubbl mitm String in da Kabine drin.
A Woche drauf is folgendes passiert,
hat sich da Hirschi die Zähennägel lackiert, ja wissen
de ned, warum da Herrgott Männlein und Weiblein erschuf?
Lassts die zwoa ja nemma mitnand ind Dusch!

Aber Gott sei dank hom wir a „normale Kollegen,
so erhielt in Tom sei Beziehung heuer den kirchlichen Segen.
Wir Fussballer ließen uns natürlich nicht lumpen, und standen
Spalier, und ham ordentlich getrunken.

Dass er uns eingladen hat, war scho a feiner Zug, nur einigen
war Kaffe und Kuchen nicht genug, drum gab man für’s Geschenk
no a kleine Spende, und so blieb man sitzen bis zum bittern Ende.

Im Rudi hat der Wein dort auch recht gut gschmeckt, um zehne
hat er sich scho zum schlafen aufn Tisch naufglegt.

In Tom sei Vater ist wie man ihn kennt, bei der Hochzeit
von einem Eck ins andre grennt, da a wenig gratscht, da wenig plappert
und nembei hat no a Pferd ogsabbert.

Bei Pollenfeld’s Jugendarbeit, werden kein Kosten und Mühen gescheut,
deswegn ham wir uns des Jahr wieder aufd Jugendspieler gfreut!

Auch aus Seuversholz dem gelobten Land,
ein junger Mann den Weg in die erste Mannschaft fand!
Da Bittl Bernie wird in da ersten ned gschont,
in Anschiss vom Doddl und vom Schneider Alex, is er ja
von da Arbeit scho gwohnt.
„Bernie mach einfach so weiter, nicht verzagen!“
Aber eins muss ich Dir, und dem Maggi no song:
„Am Samstag net immer so viel fressen, saufa und hurn,
mir brauch euch doch fürn Pollenfelder Babysturm!

Aus Wachenzell dem Nachbarorte, kamen A-Jugendler der ganz üblen Sorte,
Wilde Kreaturen mit langen Haaren sinds, musst ich hören,
die einen Klub namens „Heckenkiller ankören“.

Rote Karten sind das Ziel eines Heckenkillers, hab i ghert,
a gscheits Foul, und mindestens 5 Spiele gsperrt.
Da Simon und da Willi habens vor gemacht,
da hat sich auch der Christoph gedacht,
was die können kon i a,
und grätscht in Langenaltheim mit vollem Hurra, seine Gegenspieler um
er sah aber nur Gelb-Rot, na ja net so dumm.

Aber auch der Tom, des Schreiner’s Sohn,
pflegt auf dem Platz einen rauhen Umgangston.
I sog ein blos, hörts auf mit dene Gecken,
seids friedlich und killts lieber Hecken!

Eichhorn Jochen, Schneider Reinhard, Mayer Klaus
Bei dene drei hauts oan ja in Vogel naus. Während die I. Mannschaft
am Sonntag rennt und schwitzt,
und der Rest der Reserv sie dabei mit Applaus unterstützt,
hocken die drei gmütlich im Sportheim
und verleiben sich Kaffee und Kuchen und Wurschtsemmeln ein.

Drum wärns, wenn ma aufsteigen würden, auch gar nicht entzückt,
weil’s doch in Möhren so guade Kackbrote gibt.

Da Hias sagt zwar: „Ja saufa und fressen des kinnts,
owa wos intressiert des unsern Partyprinz?#

Da Jackson unser „Oldie“ im Team!
Hat sich dacht mei in da A-Klass,
kumm i leicht wieder an die erste hin!
Zwei Spiele hat er gmacht
beide gwunna und a Tor nembei no gmacht,
da Jackson denkt se, gut, und lacht
mei war des a geile Sach.

Jeder hat sich denkt jetzt is da Jackson wieder
Fest in da ersten drin,
aber 2 Spiele macha, 4 pausien,
Jackson des is einfach net drin!

Jackson nimms leicht, da Hias hat immer
Triko in da Reserv für dich bereit!

Ein ganz herzliches Dankeschön heit
geht an unsre Sportheimleit!

Vom Puchtler Kurt mit seiner Frau
über d’Hirschbeck Annelis und Six
Leit ohne die wan mir fei nix!
Der Dank gilt natürlich allen andern auch
die das ganze Jahr ihr Kraft
für unsren Fussballverein ham aufbracht!
Machts bitte no a paar Jahr weida,
es dat uns alle saumäßig gfreia!

Zum Schluss hob i no a Wort an unsern Trainer heit!
Radi du machst a guats Training wie a jeder weiß,
i glaub man sichts a am Trainingsfleiss!
Auch wenn’s fürn Aufstieg net ganz reicht
Radi lasst di trotzdem net lumpen
und häng so a Saison dran mit uns Pollenfelder Lumpen!